Vom 10.-19. September finden in Berlin das Intersquat-Festival statt. Reclaim Tempelhof wird ebenfalls mit dabei sein. Hier schon mal das Konzept:
Liebe Leute!
Bevor ihr unser Konzept lest, noch ein kleiner Hinweis:
Den Rahmen eines Festivals zu stellen ist keinesfalls eine leichte Aufgabe. Es ist jedoch eine, die wir gerne übernehmen. Neben der Schaffung des Rahmens, diesen auch noch mit Inhalt zu füllen, ist für uns als Orga-Gruppe jedoch weder zu bewältigen, noch mit unseren Prinzipien zu vereinbaren, schließlich ist Intersquat kein Konsumspektakel sondern ein D.I.Y.-Festival und lebt von eurer und unser aller Initiative!
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Stadtteilversammlung 1. Juli 2010
Einladung zur Stadtteilversammlung im Schillerkiez am Donnerstag, den 1.Juli 2010
20 Uhr in der Kneipe „Lange Nacht“ Weisestraße 8
Entstanden aus der Empörung gegen die Task Force Okerstraße hat sich die Stadtteilversammlung für den Schillerkiez zu einer regelmäßig stattfindenden Veranstaltung entwickelt. So wurde über die Task Force Okerstraße, Mietentwicklung, Möglichkeiten des Widerstandes u.a. diskutiert. Bei der am 1. Juli stattfindenden Stadtteilversammlung möchten wir über die Kampagne Recht auf Stadt in Hamburg informieren und uns über Widerstandsmöglichkeiten gegen Mieterhöhungen, Vertreibung und Verdrängung austauschen.
Bis dahin ist auch die nächste Ausgabe der „Randnotizen“ erschienen und es gibt Infos zum geplanten Strassenfest in der Weisestrasse am 21. August, wo weitere Beteiligung erwünscht ist. Dazu gibt es alle 2 Wochen ein Treffen in der Lunte, das nächste am Montag, den 28. Juni um 20 Uhr.
Letzte Woche wurden zwei Personen, die wegen angeblichen Landfriedensbruch am 20.06.2009 während des Squat-Tempelhof Aktionstages, festgenommen wurden, freigesprochen. Herzlichen Glückwunsch.
Sollte ihr auch von Repression betroffen sein, dann schreibt uns bitte.
Für die Freiraumdemo am Samstag gibt es zwei Startpunkte!
1) 15.30h, Rigaer Str / Liebigstr
2) 16h, Maybachufer / Kottbusser Damm
Kommt zur Demo!
Am 12. Juni 2010 wollen wir, zusammen mit euch, für eine andere Organisation der Stadt, für mehr Selbstbestimmung, schlichtweg für eine andere Gesellschaft auf die Straße gehen. Dabei wollen wir nicht bei Forderungen nach bezahlbaren Mieten, einer sozialeren Stadtpolitik oder sonstiger staatlicher Maßnahmen stehen bleiben, sondern für unsere Vorstellungen eines schönen Lebens demonstrieren – Für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und Unterdrückung aufgrund von Ungleichheiten wie z.B.: Geschlecht, Hautfarbe, sexuelle Identität. Für einen Alltag, in dem Hierarchien und Konkurrenz nicht existieren, sondern Emanzipation und Solidarität gegenwärtig sind. Uns ist bewusst, dass das nicht von Heute auf Morgen geschehen kann, sondern ein Prozess ist, aber je öfter wir mit unseren Ideen in die Öffentlichkeit gehen, sei es durch Texte, Aktionen oder eben durch Demonstrationen, umso wahrscheinlicher wird eines schönen Tages die Einlösung dieser Utopie. Wann und wie die Überwindung der gegenwärtig herrschenden Verhältnisse stattfindet, wissen wir nicht, aber wir wünschen uns, dass sie zugunsten einer emanzipatorischen, solidarischen Gesellschaft überwunden werden. Das grauenvolle des Bestehenden wird in den nächsten Wochen wohl noch verstärkt im Alltag präsent sein, wenn am 11. Juni die Männerfußball Weltmeisterschaft beginnt – ein Ereignis, dass einem mal wieder alle Widerlichkeiten des deutsch-nationalistischen Mobs ins Bewusstsein katapultiert.
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Das Tempelhofer Feld ist attraktiv, auch für Neonazis. So kam es am Pfingstsonntag zu folgenden Ereignissen: Eine Gruppe Neonazis grillte auf dem Feld. Ein Nazis stellte unverhohlen sein T-Shirt zur Schau. Auf diesem war ein Abbild von Adolf Hitler und der Spruch „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ zu lesen. Einige Jugendliche riefen daraufhin die Polizei, da die Verherrlichung des NS-Regimes laut Paragraf 130 Absatz 4 StGB und das Verwenden verfassungsfeindlicher Organisationen laut Paragraf 86a unter Strafe gestellt ist. Na gut, dies ist nichts neues. Die eintreffende Polizei bat den Neonazis daraufhin, das T-Shirt umzudrehen. Einen Straftatbestand sah sie nicht gegeben. Normalerweise, müsste die Polizei automatisch eine Anzeige aufnehmen, jedoch fragte sie eher die Jugendlichen, was denn deren Problem mit dem T-Shirt sei. Genauso gut hätten sich die Jugendlichen ja auch wegsetzen können. Noch im Beistehen der Polizei pöbelte einer der Neonazis die Gruppe an und rief Sätze wie „Eure Eltern hätte man vergasen sollen.“ Immer noch kein Straftatbestand?? Nun wurde es hektisch: Die Polizei verschwand und die Neonazis fingen an, auf die Jugendlichen einzuschlagen. Daraufhin mussten private Securities die Personen festhalten und die Polizei rufen. Diese erschien dann erneut und nahm drei Anzeigen wegen Körperverletzung auf.
Presse
Neonazis griffen Jugendliche im Tempelhofer Park an (Tagesspiegel 25.5.2010)
Polizei liess Nazi mit Hitler-Shirt laufen (Tagesspiegel 27.5.2010)
Im Polizeiapparat gibt es erheblichen Nachholbedarf (Junge Welt 26.5.2010)
Reclaim Tempelhof Vorbereitung
Viele Menschen wussten über den 8. Mai und die Eröffnung des Tempelhofer Feldes Bescheid. Es gab auch viel Unterstützung von anderen Berliner Gruppen und Initiativen. Des Weiteren hatten wir auch das Gefühl, dass die Mobilisierung gut geklappt hat, auch wenn wir uns mehr teilnehmende Menschen erhofft hatten. Es waren weitaus weniger Menschen als am 20.6.2009 unterwegs und auch das Medienecho war dieses Jahr geringer (was vielleicht daran lag, dass viele Menschen sich mit Öffnungszeiten zufrieden geben und behaupten es handelt sich bei Tempelhof „nur um einen Park“), jedoch gab es im Vorfeld auch einige gelungene Aktionen wie zum Beispiel der Brief von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Auch die Vernetzung im Rahmen des „Stadt für Alle“-Bündnis kann als gut beurteilt und wird definitiv ausgebaut werden. Auf diesem Wege wünschen wir den Spreepirat_innen viel Glück für ihren Aktionstag am 5. Juni. Auch die Anti-Liegenschaftsfond-AG der WBA-Kampagne werden wir weiter unterstützen und wir freuen uns auf deren Aktionstag im September.
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Am 5. Juni wird es im Rahmen des „Stadt für Alle“ Bündnisses den Aktionstag „Mediaspree entern“ geben. Hier der Aufruf
Spreeufer für Alle selber machen! Privatisierung verhindern! Steigende Mieten stoppen.
Unbeeindruckt vom vielfältigen und bunten Protest der letzten Jahre sind die an hohen Profiten interessierten Unternehmen mit Unterstützung der politisch Verantwortlichen weiter dabei, ihre Planungen für das Spreeufer in Friedrichshain und Kreuzberg, Treptow und Mitte, das ehemalige sogenannte Mediaspree-Gebiet, voranzutreiben: noch mehr schicke Hotels, noch mehr Konzernzentralen, noch mehr Einkaufszentren, noch mehr Luxuswohnungen. Der bisherige Protest hat offensichtlich noch nicht gewirkt. Deswegen kommt alle zum Aktionstag im Sommer 2010: „Auf zu neuen Ufern – Mediaspree entern!“
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Aufwertung und Verdrängung durch Veränderung der Vermieter_innenstruktur. Nach unserem ersten Kiezspaziergang, wo wir die geförderten Projekte des Quartiersmanagements besichtigten, wollen wir diesmal ein paar Häuser aufsuchen, die öfter die_den Besitzer_in gewechselt haben, durch hohe Mieten oder sonstwie auffallen. Anschliessend machen wir wieder ein gemeinsames Kaffeetrinken in der Lunte. Wir hoffen auf gutes Wetter und soviel Interessierte wie beim letzen Mal.
Sonntag, 30. Mai 2010
Treffpunkt: 14 Uhr Stadtteilladen Lunte Weisestr. 53
AG Stadtteiluntersuchung
Vorbereitungsgruppe Stadtteilversammlung im Schillerkiez
Kontakt: smashtaskforce@freenet.de
Auch die Berliner Polizei hat ihren Spaß auf dem Tempelhofer Feld. Hier können sie sich mal so richtig austoben.

Foto unter: streetfiles.org
Der 8. Mai und die „Eröffnung“ ist vorbei, aber uns gibt es auch weiterhin. Wir arbeiten zur Zeit an einer Auswertung des Wochenendes und wollen dies mit euch zusammen tun. Deshalb laden wir euch zu unserem Brunch am Sonntag (16.5.) um 14 Uhr auf dem Tempelhofer Feld ein. Ihr werdet keinen genauen Ort brauchen, da das Feld relativ leer ist. Die Vollversammlung, die am 9. Mai auf dem Feld verboten wurde, wollen wir damit nachholen. Kommt zahlreich und bringt was leckeres zu Essen mit.