Pressemitteilung: Über 5.000 versuchen Flughafenbesetzung

PM: Squat-Tempelhof: Über 5.000 versuchen Flughafenbesetzung

Mehr als 5.000 Menschen haben sich an dem Versuch beteiligt, den Ex-Flughafen Tempelhof zu besetzen.

Mit der Besetzung soll die sofortige Öffnung der Fläche bewirkt werden. Außerdem richtet sich die Aktion gegen Entwicklungen wie die Privatisierung des städtischen Raums, rapide Mietsteigerungen, Verdrängung von Anwohnerinnen und Anwohnern, oder die Bedrohung alternativer Freiräume.

„Es wurde immer wieder versucht, die Polizeiabsperrungen zu umgehen und zum Zaun zu gelangen“, sagt Marco Reimann von Squat Tempelhof. Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichten von einer sehr bunten Zusammensetzung der Demonstrierenden und vielen verschiedenen Aktivitäten rund um das Gelände. „Von Tanz bis versuchten Zaunüberwindungen ist alles dabei.“ Das Kinder- und Familienstraßenfest in Neukölln war ebenfalls gut besucht.

Marco Reimann: „Leider wissen wir bislang nicht davon, dass Menschen auf das Gelände gekommen sind. Allerdings gab es viele verschiedene Versuche, den Zaun zu öffnen oder zu übersteigen, das stimmt uns positiv, vielleicht klappt es ja noch im Laufe des Abends.“

Mit Erschrecken hat Squat Tempelhof die Mitteilung zur Kenntnis genommen, dass ein Polizist am Columbiadamm seine Dienstwaffe zog und auf einen Menschen zielte, welcher sich dem Zaun näherte. „Wir verurteilen aufs schärfste dieses Vorgehen der Polizei als völlig inakzeptabel.“ Insgesamt beurteilten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Verhalten der Polizei als aggressiv und überfordert. „Die Ankündigung des Senats, den Protesten verhältnismäßig zu begegnen, hat sich offensichtlich nicht bewahrheitet, darüber wird zu reden sein“, so Marco Reimann.

Die fast schon militärische Verteidigung des Geländes im Vorfeld und am Tag selbst offenbart ziemlich deutlich, was von dem Versprechen des Senats „Tempelhof für alle!“ zu halten ist. „Auch wenn sich nicht alle an der Aktion beteiligt haben, haben wir eine große Unterstützung unserer Idee und Forderungen erfahren, das wollen wir nochmal deutlich machen.“ Selbst bei einer von einer Berliner Boulevardzeitung geschalteten Umfrage äußerten über 50% ihr Verständnis für die Aktion.

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